Johannesburg / Pretoria / Durban

und vieles mehr

johannesburg
Als wir vom Flughafen abgeholt wurden und zu unseren Verwandten in ein Aussenquartier zu Ihnen nach Hause fuhren, sind uns vor allem, dass für unsere Verhältnisse grosse Polizeiaufgebot und in den Aussenquartieren die hohen Mauern um fast alle Grundstücke aufgefallen.

Das heutige Johannesburg ist aufgeteilt in das frühere Stadtzentrum (alt Johannesburg) dieses sollte von Touristen unbedingt gemieden werden und dem „neuen“ nördlich gelegenem Johannesburg.

Wieso?  Das grösste Problem des Grossraums Johannesburg ist heute die Kriminalität. Als Folge wird die Innenstadt (alt Johannesburg) von leeren Hotels und Bürogebäuden dominiert, da viele weisse Bewohner und Firmen das Stadtzentrum aus Sicherheitsgründen verlassen haben und in die nördlichen Vororte abgewandert sind. Heute ist das zwischen Johannesburg und Pretoria liegende Midrand das Hauptzentrum für viele internationale Firmen.

Ausgehen oder mit Freunden auswärts essen gehen, kennt man praktisch nicht, viel zu unsicher und zu gefährlich. Man geht zu den Freunden nach Hause, in die schönen Häuser mit den hohen Mauern um die Grundstücke. Tönt schrecklich? Ja – in den ersten Tagen haben wir uns auch gefragt wie wir hier mehr als zwei Wochen Ferien machen sollen. Aber schlussendlich waren es wohl  die schönsten, unbeschwertesten und eindrücklichsten Ferien die wir je geniessen durften.

Wenn man es nicht erlebt hat, kann man sich das vielleicht nicht vorstellen, nur man gewöhnt sich sehr schnell an die neuen Gegebenheiten, an die neuen Umstände. Wir sind jeden Tag mit Verwandten, deren Freunden oder Freundes Freunden unterwegs gewesen um andere Interessante Teile von Johannesburg kennen zu lernen. Regionen in denen Sie selber schon lange nicht mehr gewesen sind und sie alle waren stolz uns ihr Johannesburg zu zeigen.

Ob Vergnügungsparks, Slums, Spitäler, Märkte oder ein ganzes Dorf ausschliesslich von Aidskranken bewohnt wird und vieles mehr. Eine unglaubliche Stadt, eine unglaubliches Land und unglaublich viele liebenswürdige Menschen. Menschen die Leben und fühlen wie wir, sich aber an die Situation gewöhnt oder zumindest sich der Situation angepasst haben. Aber sie geniessen jeden einzelnen Tag wohl viel intensiver als wir das normalerweise tun. Auch haben die meisten wohl mehrere, engere und intensivere Freundeskreise als wir es aus unseren Breitengraden gewohnt sind.

Viel Vergnügen beim Betrachten der Bilder

 

Wenn jemand von euch Johannesburg besucht, sollte er auf keinen Fall einen Besuch im Apartheid Museum  unterlassen.

Das Apartheid Museum ist ein Museum in Johannesburg in der südafrikanischen Provinz Gauteng, in dem die Apartheid in Südafrika dokumentiert wird, von den frühen Anfängen, ihrer Entstehung ab 1948, über ihre Entwicklung bis zu ihrer Beendigung 1994 und der sich anschliessenden Aufarbeitung. Dabei wird auch der geschichtliche und politische internationale Kontext der Apartheid erläutert. Es ist das einzige Museum, das ausschliesslich der Apartheid gewidmet ist.

Neben einzelnen Ausstellungsstücken erfolgt die Dokumentation anhand von zahlreichen Texten, Fotografien, Plakaten und Filmen. Wichtige Schwerpunkte sind die Auflösung des Johannesburger Stadtteils Sophiatown 1955 bis 1963 und der Schüleraufstand in Soweto 1976.

Das Museum, das sich in direkter Nähe von Gold Reef City befindet, wurde 2001 eröffnet. Seine Entstehung basiert auf einer Vereinbarung im Rahmen der Lizenzvergabe für das Gold Reef Casino. Es wird unabhängig geführt.